Warum Abgrenzung für Hochsensible oft scheitert – und was wirklich hilft
- Gabriela Schwarz

- 2. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Einleitung
Viele hochsensible Menschen kennen das Gefühl: Sie sind erschöpft, weil andere über ihre Grenzen gehen, oder sie nehmen Emotionen aus ihrem Umfeld auf, ohne es zu wollen. Oft liegt die Ursache nicht im Verhalten anderer – sondern in einem feinstofflichen Ungleichgewicht im eigenen Energiesystem.
Dieser Artikel zeigt, warum Abgrenzung für Hochsensible so herausfordernd ist, was dabei in Körper und Psyche geschieht und wie es gelingt, wieder innere Stärke, Klarheit und Stabilität zu finden – ohne Schuldgefühle oder Angst, Nähe zu verlieren.
Was Abgrenzung für Hochsensible wirklich bedeutet
Im Alltag verstehen viele unter Abgrenzung einfach das „Nein-Sagen“. Doch für hochsensible Menschen ist das nur ein kleiner Teil. Ihr Nervensystem nimmt Reize intensiver wahr, filtert weniger heraus und reagiert tiefer auf emotionale Spannungen. Dadurch entstehen oft Überforderung und das Gefühl, energetisch „offen“ zu sein. Andere Menschen spüren diese Offenheit intuitiv – und überschreiten Grenzen, ohne dass es jemand bewusst beabsichtigt.
Energiearbeit spricht in diesem Zusammenhang vom Solarplexus, dem Energiezentrum zwischen Brustbein und Nabel. Er steht für Selbstwert, Willenskraft und klare Abgrenzung. Wenn dieses Zentrum geschwächt ist, fehlt das innere Signal: „Hier bin ich. Das ist mein Raum.“
Warum Abgrenzung so oft scheitert
Viele Hochsensible haben schon früh gelernt, die Bedürfnisse anderer wichtiger zu nehmen als die eigenen. In Familien mit viel Spannung, emotionaler Unsicherheit oder unausgesprochenem Druck übernehmen feinfühlige Kinder oft Verantwortung – sie regulieren Stimmungen, halten Frieden, spüren Bedürfnisse anderer, bevor diese ausgesprochen werden. So verlagert sich der innere Fokus nach aussen. Die eigene Identität bleibt schwach verankert, das Energiesystem wird durchlässig. Später zeigt sich das in Form von Entscheidungsschwierigkeiten, Erschöpfung nach Begegnungen oder Angst, andere zu enttäuschen.
Hinzu kommt ein tiefer Glaubenssatz, den viele unbewusst in sich tragen: „Meine Bedürfnisse sind zu viel.“ Diese innere Blockade macht es schwer, Grenzen zu setzen – nicht aus Schwäche, sondern weil der Kontakt zu den eigenen Bedürfnissen fehlt.
Der Weg zurück zur inneren Stabilität
Abgrenzung beginnt im Körper. Wer feinfühlig ist, braucht eine Rückverbindung zum eigenen Energiesystem, bevor äussere Grenzen wirklich halten können. Hilfreiche erste Schritte sind:
Tiefe Bauchatmung: Sie verankert dich im Jetzt und stärkt den Solarplexus.
Mikro-Grenzen setzen: Täglich kleine, bewusste „Neins“ sagen – selbst bei scheinbar unwichtigen Dingen.
Selbstwahrnehmung schulen: Mehrmals am Tag innehalten und fragen: „Was brauche ich gerade wirklich?“
Diese einfachen Übungen wirken sanft, aber tief. Mit der Zeit entsteht innere Ruhe, Klarheit und eine neue Form von Selbstvertrauen. Abgrenzung wird dann kein Kampf mehr, sondern Ausdruck innerer Balance.
Das innere Feuer als Schlüssel
Abgrenzung ist nicht nur Schutz – sie ist ein Tor zu einer bislang ungenutzten Ressource: der eigenen Feuerkraft. Viele Hochsensible unterdrücken Wut und Instinktenergie, weil sie gelernt haben, dass diese Kräfte gefährlich oder „zu viel“ seien. Doch genau hier liegt der Schlüssel. Wenn diese Energie nicht mehr gegen dich arbeitet, sondern über das Herz gelenkt wird, verwandelt sie sich in Klarheit, Präsenz und natürliche Autorität.
Ein einfaches Ritual kann helfen: Lege eine Hand auf deinen Bauch und stelle dir dort eine goldene Lichtkugel vor. Mit jedem Atemzug wird sie stärker, grösser und wärmer. Sie erinnert dich daran, dass du Raum einnehmen darfst – ruhig, klar und verbunden.
Fazit: Abgrenzung ist ein Weg zurück zu dir selbst
Abgrenzung für Hochsensible ist kein starrer Schutzwall, sondern ein lebendiger Ausdruck innerer Klarheit. Wenn du lernst, deine Wahrnehmung nach innen zu richten, deine Bedürfnisse zu achten und dein inneres Feuer zu nähren, entsteht eine natürliche Grenze – ohne Kampf, ohne Schuld, ohne Angst.
Das Ziel ist nicht, dich vor der Welt zu verschliessen, sondern dich so zu stabilisieren, dass du mitten in ihr leuchten kannst.
Wenn du Unterstützung auf diesem Wege brauchst, bin ich gerne für dich da. Weitere Infos findest du auch in meinem Youtube-Video: https://youtu.be/Bh2q3QknMAI
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